Die Junioren und U23 Kanu-Rennsport Weltmeisterschaften, am 4.8.19, gehen für die Rheinbrüder Karlsruhe erfolgreich zu Ende.

Jochen Wiehn gewann am Abschlusstag im Viererkajak über 500 Meter den Weltmeistertitel bei den Junioren. Damit reiht sich der gebürtige Kaiserslauterner nahtlos in die Riege der Rheinbrüder Junioren-Weltmeister um Marc Poth (2013), Arnd Goldschmidt (1999) und Michael Reil (1999) ein.

Das deutsche Junioren-Flaggschiff mit Jochen Wiehn, Tom Maaßen (Duisburg), Moritz Florstedt (Magdeburg) und Jack Gries (Essen) gewann bereits den Vorlauf souverän, hatte aber hinter Ungarn nur die zweitschnellste Zeit.

„Wir wussten nach dem Vorlauf schon, dass wir noch etwas zulegen können.“, erklärte der frisch gebackene Weltmeister kurz nach der Siegerehrung. „Ich bin echt super glücklich über den Sieg. Diesen Rennverlauf hatte ich allerdings zu Beginn nicht auf der Rechnung. Ich dachte es wird ein extrem hartes Rennen, aber auf einmal hatten wir einen riesen Vorsprung.“, sprudelte es aus dem ansonsten eher ruhigen Zeitgenossen heraus. Kaum zu halten war Cheftrainer Detlef Hofmann, der das große Talent des 18-Jährigen schon immer hervorhob. „Die Jungs haben das Rennen am Start gewonnen. Sie haben direkt am Anfang den Ungarn schon so einen Vorsprung abgenommen, da waren die bereits komplett bedient.“ Jetzt heißt es erst einmal etwas regenerieren, bevor es dann Ende nächster Woche mit seinen Teamkameraden von den Rheinbrüdern und Baden-Württemberg zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung für die Deutschen Meisterschaften nach Mannheim geht.

Diese kurze Pause hat sich auch Tim Bechtold redlich verdient. Der erstjährige Junior hatte bereits am Samstag das ausgegebene Ziel, die Finalteilnahme im Vierer-Canadier über 500 Meter mit Bravour gemeistert. Am Abschlusstag hieß es dann nochmals alle Kräfte bündeln. Gemeinsam mit David Bauschke (Bochum), Maximilian Zöllner (Wuppertal) und Bruno Scheibner (Leipzig) konnte er seine Leistung nochmal abrufen: „Wir sind mit unserem Rennen zufrieden. Wir hatten zu Beginn zwar einen kleinen Steuerhaken, als wir auf einmal etwas nach rechts fuhren, aber alles andere war super. Mehr war heute nicht drin und drei von uns können im nächsten Jahr nochmal bei den Junioren starten“, brachte Bechtold die Rennanalyse zum achten Finalplatz auf den Punkt.

Für Xenia Jost und Katinka Hofmann waren die Weltmeisterschaften bereits zu Ende und sie fieberten am Sonntag auf der Tribüne mit ihren Vereinskameraden auf dem Wasser mit. Die beiden erpaddelten schon am Freitag einen guten sechsten Platz im U23 Viererkajak-Finale über 500 Meter. Gemeinsam mit Julia Hergert (Magdeburg) und Marie Thielemann (Leipzig) konnten sie zwar nicht ganz das perfekte Rennen aus dem Semifinale abrufen, aber mit Rang sechs haben sie die Zielvorgaben erreicht. „Wir sind zufrieden mit unserem Abschneiden, wenngleich wir im Finale nicht optimal gefahren sind. Aber die ersten Boote waren hier schon verdammt schnell und gespickt mit WM-Starterinnen aus den A-Teams. Dann muss man die Leistung der anderen einfach auch anerkennen.“, bilanzierte Schlagfrau Katinka Hofmann. Die 21-jährige Studentin Xenia Jost hatte bei der U23 WM noch einen zweiten Einsatz im Einerkajak über 200 Meter und erzielte mit dem 2. Platz im B-Finale ein klasse Ergebnis: „Ich bin rundum zufrieden mit dieser WM. Ich denke ich habe mich bei meinem ersten WM Einsatz für Deutschland super verkauft.“

Sophie Koch, WM-Starterin des Vorjahres, bekam in Pitesti das Vertrauen der Bundestrainer gleich für drei Einsätze. Im Einer-Canadier über die olympische Sprintdistanz belegte sie, wie vor zwei Jahren, den sechsten Platz im B-Finale. Im Zweier-Canadier trat sie in diesem Jahr mit der Leipzigerin Celina Sandau an. Über die 200 Meter konnte sich das Duo, im internationalen Hochklassefeld, ins Finale kämpfen und belegten dort einen guten achten Rang. Über die 500-Meter scheiterten sie knapp am Finale und belegten am Ende Rang elf.

Sichtlich zufrieden zog der Chefbundestrainer Nachwuchs des Deutschen Kanu-Verbands, Detlef Hofmann, vor dem Rückflug Bilanz: „Ich bin mit dem Gesamtergebnis des deutschen Teams mehr als zufrieden. 13 Medaillen, davon sechs Gold, drei Silber und vier Bronze, sind ein hervorragendes Ergebnis und eine absolute Teamleistung aller Beteiligten.“ Auch die Leistungen seiner Karlsruher Schützlinge gefielen ihm sehr. „Unsere Rheinbrüder haben sich ebenfalls stark präsentiert. Ich bin stolz auf die Fünf, die einmal mehr ihr internationales Top-Niveau gezeigt haben.“

Text und Bild: Martina Tirolf

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Christoph Baum
Referent für Kanurennsport

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