Karlsruhe, 23. August 2022:  Bei den Europameisterschaften in München waren die Rheinbrüder Karlsruhe mit Canadierfahrerin Sophie Koch und Damen-Bundestrainer Ralf Straub vertreten. Beide kehren aus München mit einem Bronzeglanz zurück.

Erst zwei Wochen ist es her als das deutsche Kanu-Nationalteam von den Weltmeisterschaften aus Halifax zurückkam. Im Gepäck hatte Sophie Koch die ungeliebte "Holzmedaille" über die 200 Meter und Rang fünf über 500 Meter. Für München nahm sie sich mit ihrer Zweierpartnerin Lisa Jahn (Berlin) vor, nicht wieder ohne Medaille heimzufahren. Bereits am Start des 500 Meterfinals merkte man den beiden deutschen Damen an, dass sie es ernst meinten. Mit einem klasse Start und Position zwei nach der Hälfte der Distanz schien es, als könnten sie das begehrte Podium erreichen, doch auf dem zweiten Teilstück reichte die Kraft nicht mehr aus und so zogen die Boote aus Ungarn und Polen an ihnen vorbei, Gold sicherte sich die Ukraine.

Mit ein wenig Frust über den erneuten vierten Rang stieg das Berlin-Karlsruhe-Duo über die 200 Meter ins Boot. Auch dieses Mal erwischten sie einen guten Start und versuchten die Konkurrenz mit einer sehr schnellen ersten Hälfte und der knappen Führung zu schocken. Doch die Ungarinnen und auch der spanische Zweier konnten Gegenhalten und fuhren auf den zweiten 100 Metern an dem rosafarbenen deutschen Boot vorbei. Aber die Bronzemedaille ließen sich Jahn/Koch von niemandem mehr streitig machen. Damit haben sich die beiden Canadierfahrerinnen 2022 noch ein wichtiges Andenken, in Form der Medaille, gesichert. Diese Saison war geprägt von Krankheit und Trainingsausfällen und immer wieder dem Kampf zurück zu alter Stärke zu finden.

Glücklich aber auch leer im Kopf gab Sophie Koch nach der Regatta zu: "Ich weiß gerade gar nicht was ich sagen soll. Das war ein schöner Saisonabschluss, ein tolles Rennen und natürlich schön nach vielen vierten Plätzen endlich die Medaille zu gewinnen."

Eine lange Saison steckt auch dem neuen Damen-Bundestrainer Ralf Straub in den Knochen. Doch er kann mehr als zufrieden auf die Saison blicken, führte er doch ein fast komplett neues Team, nach einem schlechten Olympia-Abschneiden ohne Medaille bei den Damen, zurück in die Welt- und Europäischespitze. Nach Medaillen bei den Weltmeisterschaften durfte sich Straub in München über zwei Bronzemedaillen von Paulina Paszek (Hannover) und Jule Hake (Lünen) im Zweierkajak über 200 und 500 Meter freuen. Ganz knapp an Bronze vorbei fuhr der Viererkajak und mit Jule Hakes fünftem Platz im Einerkajak über 500 Meter war Straub zwei Wochen nach dem Saisonhöhepunkt ebenfalls zufrieden.

Zeit zur Erholung bleibt jedoch nicht, ab heute treten von den Rheinbrüder Karlsruhe 40 Kanutinnen und Kanuten in Brandenburg bei den Deutschen Meisterschaften an. "Das ist unser nationaler Höhepunkt. Leider liegt er direkt nach der EM und eine Woche vor den Junioren und U23 Weltmeisterschaften zeitlich sehr schlecht, so dass wir viele unserer Topathleten gar nicht am Start haben werden.", so Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann. Der jedoch schmunzelnd direkt anschließt: "aber wir haben dennoch ein schlagkräftiges Team und es wird gerade im Nachwuchsbereich spannend zu sehen, wie die Entwicklungen der Einzelnen nun im nationalen Vergleich eingeordnet werden."

Bericht: Martina Tirolf
Bild: ©GES|Rheinbrüder

Kontakt - Kanurennsport

Christoph Baum
Referent für Kanurennsport

E-Mail: rennsport@kanu-bw.de

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