Erste Frau an der Spitze des DKV

Der KVBW gratuliert Dajana Pefestorff zu ihrer Wahl!

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Karlsruhe, 04. April 2023: Am Karfreitag kocht das Wasser auf der Wedau in Duisburg. Dann treffen zum ersten Mal in dieser Saison Deutschlands beste Kanutinnen und Kanuten im nationalen Vergleich aufeinander.

Die Rheinbrüder Karlsruhe stellen ein 16-köpfiges Team angeführt von den Olympiateilnehmerinnen 2021 Sarah Brüßler und Sophie Koch.

Beim ersten Aufeinandertreffen geht es in der Leistungsklasse für alle über die 250 Meter. Die Herren fahren zusätzlich noch die 1.000-Meter Distanz, während die Frauen über 500 Meter an den Start gehen. Bei den Junioren steht eine Unterdistanz über 250 Meter sowie eine Überdistanz von 2.000 Metern auf dem Plan.

Für Sarah Brüßler, Gesine Ragwitz, Katinka Hofmann, Sophie Koch, Tim Bechtold, Marcel Blum, Nicola Höninger und Jochen Wiehn geht es auf der Wedau um ganz unterschiedliche Ziele. Die Olympia-Elfte, Sarah Brüßler, steigt nach einem Jahr internationaler Pause zum ersten Mal nach den Olympischen Spielen wieder in die Rennen, um die begehrten WM-Plätze ein. Canadierfahrerin Sophie Koch will mit einer Teilnahme bei einer Heim-WM ein neues Highlight in ihrer internationalen Karriere setzen. Nach den vierten Plätzen bei den Olympischen Spielen in Tokio und im letzten Jahr bei der WM in Kanada, wäre eine Medaille auf der olympischen Strecke bei der WM ein Sahnehäubchen ihres bisher Erreichten.

Für Katinka Hofmann bedeutet es in diesem Jahr: Alles oder nichts. Die 24-Jährige konnte bei den U23 Weltmeisterschaften 2022 mit dem vierten Platz im Einerkajak über 500 Meter beweisen, dass sie die Klasse besitzt, international ein Wörtchen mitzureden. Eine Teilnahme bei der U23 ist altersbedingt nun kein Thema mehr für sie, das A-Nationalteam die logische Zielsetzung der Karlsruherin.

Damenkajak-Bundestrainer Ralf Straub hat Brüßler und Hofmann die letzten Monate intensiv bei Nationalmannschaftstrainingslagern begleiten und beobachten können. Was er im Vergleich zu den anderen Spitzenkanutinnen im deutschen Team gesehen hat, klingt vorsichtig optimistisch: „Beide machen einen sehr guten Eindruck. Sie sind fit und können mit den anderen mithalten!“ Doch es wird kein Selbstläufer werden berichtet Straub weiter: „Im Moment sind mit Paulina Paszek (Hannover), Jule Hake (Lünen) und Pauline Jagsch (Berlin) die vorderen Plätze vergeben. Danach reihen sich sieben, acht weitere Fahrerinnen ein, darunter auch Katinka und Sarah, die alle Chancen auf einen Platz im Team haben.“

Auch die Zeiten von den Kajak-Herren hat Straub in der Vorbereitung genau studiert. Als Karlsruher Heimtrainer der Leistungsklasse waren hier für ihn vor allem die Ergebnisse von Jochen Wiehn interessant. „Er hat sich in den Trainingslagern super präsentiert aber bei den Herren ist die Leistungsdichte enorm. Bei den letzten Tests lagen 15 Athleten innerhalb einer Sekunde.“ Das verspricht spannende Wettkämpfe auf der Wedau bei denen auch die Tagesform jeweils entscheiden wird. Wie Wiehn werden auch Kajakfahrerin Gesine Ragwitz und Canadierfahrer Tim Bechtold in den Kampf um die U23-Nationalmannschaftsplätze fighten. „Tim und Gesine haben den Winter über sehr gut gearbeitet und sich weiter verbessert. Was die eigene Leistung wert ist, werden wir aber erst in Duisburg auf dem Wasser sehen, wenn es direkt im Kampf Boot gegen Boot geht.“, so Yannik Hofmann, der Karlsruher Nachwuchstrainer der Rheinbrüdern. Bei den Juniorinnen blicken alle Augen gespannt auf die zweifache Junioren Vize-Weltmeisterin, Jette Brucker, die in der Vorbereitung mehrfach ihr Können aufblitzen lies und sicherlich ein Wörtchen bei der Vergabe der Junioren-WM-Plätze mitsprechen kann. Aber auch ihre Teamkameradinnen Pia Zocher, Katharina Nikolay und Juliane Stein besitzen Qualitäten, um auf der ein oder anderen Strecke die nationale Konkurrenz ein wenig durcheinander zubringen und sich im Klassement vorne einzureihen.

Im Canadierbereich, der von David Reeck am Rheinhafen betreut wird, schicken die Rheinbrüder Viola & Vince Varallyai, Bennet Haselhorst und Konrad Löschner an die Startlinie. Die Canadierherren Varallyai und Löschner zeigten bereits bei der Athletik-Qualifikation, dass sie vorne angreifen wollen. Der deutsch Jugendmeister über 1.000 Meter von 2021 Bennet Haselhorst musste da noch krankheitsbedingt passen, wird in Duisburg aber wieder fit an den Start gehen.

Den ersten Wermutstropfen mussten die Rheinbrüder allerdings schon vor zwei Wochen schlucken. Im Trainingslager in Portugal brach sich der Junioren Vize-Weltmeister Paul Grosser das Kahnbein und fällt für vier bis sechs Wochen komplett aus. Bitter da er in der Vorbereitung mit sehr positiven Ergebnissen gezeigt hatte, dass er den Angriff auf die U23-Teamplätze ernst meinte.

Bundesstützpunktleiter Detlef Hofmann freut sich auf die beiden Qualifikationstage in Duisburg: „Der Winter war lang und unsere Athletinnen und Athleten haben richtig gut trainiert. Nun sind wir neugierig, was dies im nationalen Vergleich wert ist.“

Die zweite und abschließende Qualifikationsregatta findet zwei Wochen später vom 21. bis 23. April ebenfalls in Duisburg statt.  

Bericht: Martina Tirolf
Bilder: GES | Rheinbrüder

 

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